Schwimmen mit Caribou

Es hat schon einen Fixplatz auf meiner Jahresbestenliste: “Swim”, eine Elektro-Free-Jazz-Psychedelia-Wundertüte von Album vom hochsympathischen Dan Snaith von Caribou. Total relaxt einerseits, dancefloortauglich andererseits, vielschichtig, verspielt, vertrackt, Soundwellen aus Gongs, Glocken, Flöten, Flirren, fiependen Querschlägern, Herzrhythmusstörungen, durchsetzt vom kühldünnen Stimmchen des Herrn, irgendwo auch immer melodiös, der Name zutreffend, weil man wirklich im Sound schwimmt. Tanzmusik für Kiffer, Sofamusik für Hyperaktive.

Und gestern war er da, in Hamburg. Nicht wie gedacht in der kleinen Prinzenbar, sondern in der großen Dockshalle, die Snaith mit Band aber relativ mühelos in eine zum Beat wabbernde Masse vewandeln konnte. Schön bei der Liveumsetzung war vor allem die Umkehrung des typischen Bandprinzips. Der Drummer sitzt hier vorne, der Gitarrist steht einsam hinten. Dan Snaith selbst wechselt von Gitarre zu Synthies zum zweiten Schlagzeug zu Mikro zu Gitarre zu Blöckflöte und zurück zum Schlagzeug, ohne Hektik, mit dem Rhythmus. Alle meine Lieblingssongs wurden gespielt: Der Bloghit “Odessa”, das relaxte “Leave House”, das gongige “Bowls” und als letzten Song vor der Zugabe, mein absoluter Favourit: das Trancestück “Sun” mit seiner genialen Sogwirkung. Dance or die.

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