Wieder auf Sankt Pauli

Es war die Phase zwischen Matura und Studium, ich saß in meinem Kaff namens Sankt Stefan und das reichte mir als Verbindung zu diesem Sterne-Song, um mich angesprochen zu fühlen. Unlogischerweise dachte ich mir schon damals, ich müsse mal nach Sankt Pauli, auch wenn das augenscheinlich auch Leuten auf den Zeiger ging.

Dann war da noch dieser zweite Song auf demselben Album. Und meine erste große Liebe kaputt. Und das passte alles so gut.

Ich bin fest entschlossen, diesen Ort zu verlassen,
die Fesseln zu sprengen und alles zu hassen,
Was ich hier geliebt hab und was mich.
Es tut mir leid – inklusive dich.

Nach Sankt Pauli bin ich dann doch erst ein paar Jahre später gekommen. Aber es war Liebe auf das erste Mal “Moin” im Ohr, den ersten Hafenwind im Haar und Klönschnack vor dem Fenster, das erste Mal Tanzen im Pudel und Astra in der Hand. Ich brauchte auch ein wenig, um mich an die Gepflogenheiten zu gewöhnen. Als mir am Kiez – ich sturzbetrunken – ein älterer, muskulöser Typ an den Hintern fasste, langte ich ihm kurzerhand eine. Und er ging kurzerhand auf meine männliche Begleitung los. Die mich trotzdem noch nach Hause brachte, zum Glück.

Und dann wohnte ich jahrelang woanders: Wien, Altona, Neustadt. Und morgen, morgen zieh ich wieder auf Sankt Pauli. Fühlt sich ein bisschen an wie Heimkommen, ein bisschen wie Neustart. Aber ohne Hass, nur mit Liebe. Yeah.

Und danke an die WG für die schönen Jahre!

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2 Antworten zu “Wieder auf Sankt Pauli

  1. Pingback: The Good, the Bad and the Future | Kommander Kaufmann·

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