Laos Lessons

Morgengrauen

Morgengrauen


1) Jede gute Reise beginnt im Nachtzug. Zumindest in Thailand. Unserer hat uns bis zur laotischen Grenze gebracht und es war ein Fest. Ehrlich! Jeder Waggon hat seinen personal Schaffner, und unserer baute erstmal das Essenstischchen auf und servierte dann Bier (genauer gesagt Chang in 0,67 Literflaschen) am laufenden Band. Als die „Schlafenszeit“ nahte, wurden wir in den Nachbarwaggon gebeten, damit er die Sitzecke in Betten umbauen und frisch beziehen konnte. Und im Nachbarwaggon gings dann erst richtig ab: Party deluxe. Einer der Schaffner am Ende des Waggons machte den DJ (fragt mich nicht wie) und die restliche Meute aus Fahrgästen, Sicherheitsbeamten und Bahnbeamten trank, rauchte und feierte in trauter Gemeinsamkeit, bevor dann Punkt elf schön Nachtruhe ausgerufen wurde und man 8 Stunden später fast am Ziel erwachte. Deutsche Bahn, du kannst noch viel lernen!

Mekong

Mekong


2) In laotischen Flüssen gibt es keine Krokodile (mehr). Sonst wär ich nämlich mausetot. Wahrscheinlich haben die Einwohner diese eigenhändig ausgerottet, denn die Flussaktivitäten gehören zu den besten Dingen, die man als Tourist in Laos machen kann. Entweder seriös und sportlich (zumindest ein wenig, weil Haxn reißen sich die Laoten sowieso keinen aus) per Kajak den Fluss abwärts paddeln, oder besoffen und total relaxt im Riesenreifen, wie in Vang Vieng. Okay, übers Tubing, da wurde viel abwertendes geschrieben, und ja, es versammelt sich auch die unangenehme Sorte Touri da, und ja es ist nicht besonders moralisch hochwertig, mit ner Bierdose in der Hand, betrunken und mit 2 km/H den Fluss hinunter an atemberaubender Landschaft vorbei zu treiben – aber so ungefähr das Tollste, was man machen kann. Basta.

Jim

Jim

Unser Kajakinstrukteur und ehemaliger Mönch: „I would like to have three children. One girl, one boy and one ladyboy“

3) Laos hat schöne Tempel. Aber sie sind nichts gegen die wunderschöne Landschaft.


4) Nicht alle Läden sperren um 23 Uhr zu. Es gibt eine Bowlingbahn in Luang Prabang, da kann man auch um 2 Uhr nachts noch bowlen. Oder feiern. Oder beides. Ich hab übrigens eine der drei Partien gewonnen! Der Trick: Handgelenk schön grade halten (Danke, b.)

5) Klebreis schmeckt scheiße, aber am besten isst man auf dem Nachtmarkt von Luang Prabang. Sofern man als Vegetarier über bestimmte Dinge hinweg sehen kann. Zum Beispiel die Eier, die mit bereits relativ weit entwickeltem Küken gekocht werden. Von außen sehn sie relativ harmlos aus, die Eier, würde da nicht der eine oder andere Schnabel rausragen, der den Todeskampf der Küken erahnen lässt. Aber dafür werden die Kühe da noch einzeln erstickt. Haben wir auch miterlebt. Und ne gute Ehefrau ist mindestens fünf Wasserbüffel wert. Dazu fällt mir ein: Das mit dem Elefantenreiten habe ich dann doch bleiben lassen.


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