Warum Fleischessen eine Klimasünde ist

Foto: Holger Scheibe

In der noch aktuellen Ausgabe des Freitag ist das Titelthema „Wir Bio-Heiligen“ und da finden sich eine Menge an Fakten zu dem, was Bio ist und kann – und was nicht. Sehr empfehlenswert. Und im Beitrag von Kathrin Zinkant, betitelt „Bio-Produkte schaden Umwelt und Klima“ wird am Ende gesagt:

Sowohl das Öko-Institut als auch die Verbraucherschützer von Foodwatch geben derweil zu bedenken, dass der Beitrag zum Klimawandel weniger von der Art der Landwirtschaft abhängt, als von der Ernährungsweise der Menschen: Wer kein oder wenig Fleisch – vor allem Rindfleisch – isst, schützt das Klima auch mit konventionellen Nahrungsmitteln effektiver, als jemand, der täglich Lebensmittel und Fleisch im Bioladen besorgt.

Und das ist genau der Grund, warum ich kein Fleisch mehr esse. Viele sehen Vegetarier ja als verweichlichte Tierschützer an, denen das Herz beim Gedanken an getötete Tiere blutet. Ist ja nichts schlimmes dabei, vernebelt aber die Tatsache, dass Vegetarismus noch viel mehr beinhaltet.

Mir tun die Tiere auch leid. Aber so richtig zum Entschluss bewogen, kein Fleisch mehr zu essen, hat mich das Treffen mit Dan Mathews, jenem Typen, der die PETA-Kampagnen ins Leben gerufen hat. Und der hat nichts von armen Tieren erzählt, sondern von Rindern, deren geballte Furzerei und deren Haltung und alles, was sonst noch Teil der Fleischindustrie ist, wohl mehr CO2 erzeugen, als die restliche Industrie. Ob das so stimmt, sei dahingestellt – aber auf jeden Fall ist jedes Stück Fleisch, das auf einem Teller landet, eine weitaus größere Klimabelastung als jedes Obst oder Gemüse. Also hab ich beschlossen, eine Industrie, die sowohl Massentierhaltung und -misshandlung auf der Tagesordnung hat und zudem noch umweltschädlich ist, will ich nicht weiter unterstützen.

Soviel dazu.

Und hier gibt es einen Veggie-Starter-Kit.

Foto/Holger Scheibe

2 Antworten zu “Warum Fleischessen eine Klimasünde ist

  1. Stimmt ja alles, du hast recht, besser kann man es nicht ausdrücken. Aber: Man kann darauf verzichten, das ganze ausgerechnet mit Thomas D. zu illustrieren! Denn bevor man Vegetarier als alternde Eso-Machos identifiziert, bleibt man doch lieber beim Klischee der verweichlichten Tierfreunde (die ja nun nicht unbedingt die größten Unsympathen sind, oder?).

  2. Haha, ich hab das doch wegen dem tollen Riesenbrokkoli genommen, das Bild, nicht wegen dem Thomas🙂 Und alternd und Eso trifft augenscheinlich zu, aber Macho? Ich weiß nicht, da gibt es schlimmere.

    Und ja, verweichlichte Tierfreunde find ich supersymphatisch – aber wenn Vegetarier automatisch in diese Ecke geschoben werden, geht daneben unter, dass das ein weitreichenderes Thema ist als Tierschutz.

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