Gin, Filth and Fashion

Modeevents können ganz schön nervig sein. Der gestern Abend in einer alten Turbinenhalle irgendwo in Hammerbrook war es nicht. Frontlineshop hat zur Show geladen, und es war tatsächlich sehr nett. Erstens war das Publikum eher locker, und die Veranstalter haben sich auch nicht lumpen lassen: Freigetränke für alle, den ganzen Abend lang (Gin Tonic!) und zwei der coolsten DJs, die man derzeit für so etwas buchen kann: Die Filthy Dukes, die in London in der Fabric groß geworden sind, danach kam noch Fukkk Offf dran.

Das Set der Dukes gestern war auch sehr gut. Das Konzept: Altbekannte Songs (Yeah Yeah Yeahs oder Daft Punk beispielsweise) aufgreifen und bis zur beinahen Unkenntlichkeit vermixen.

Die Show selbst war weniger spektakulär. Schon ganz lustig, mal live bei einer Modenschau dabei zu sein, aber die Klamotten der repräsentierten Marken (Adidas, Nike, Keds, Lee, etc.) sind einfach massentaugliche Streetwear und die Hälfte der Leute im Publikum waren inspirierender und gewagter angezogen als die Models auf dem Laufsteg. Die Sachen war nicht schlecht, keineswegs, aber Modenschauen machen doch mehr Spaß, wenn man Outfits anschaut, die man sich selbst nie trauen würde zu tragen. Gestern gab es die üblichen Leggins, teils mit Print, Collegejacken, Röhenjeans, Pluderhosen, weite, lange Oberteile und die obligatorischen Karohemden zu sehen. Einzige wirkliche Neuheit: Ein bauchfreies Top. Bauchfrei kommt nämlich wieder, so schlimm ich das auch finde. Das war zum letzten Mal vor mehr als zwölf Jahren in, und da konnte ich sowas noch problemlos tragen …

Das ganze Ding war außerdem als Social-Media-Event angelegt, mit Live-Stream über Facebook für alle, die es nicht reingeschafft haben. Würde mich interessieren, ob das funktioniert hat. Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass das so viele interessiert hat …

2 Antworten zu “Gin, Filth and Fashion

  1. Ich hab es nicht per Facebook verfolgt, sovie sei gesagt.
    Zur Mode:
    Ach Du schreck, bauchfrei. Wann hören die Modesünden endlich auf?
    Diese können auch musikalischer Art sein, denn
    der Eurodance ist ja bereits ziemlich auf dem Vormarsch…

  2. Hihi, das mit dem Eurodance, das geht jetzt eh schon ein paar Jährchen. In Wien war das schon vor vier Jahren der heiße Scheiß, hier in Hamburg hat es ein bisschen länger gedauert. Aber einmal „Entdeck the Dreck“ im Jäger und einmal „Nein Nein Nein Nineties“ im Haus 73 haben mir definitiv gereicht. Irgendwie seh ich es doch nicht ganz ein, dass ich die Musik, vor der ich in meiner Landjugendzeit geflüchtet bin, nun unsagbar cool finden soll. Okay, ein Song (Mr. Vain oder so) in einem Set kann schon mal Spaß machen … aber geballt brauche ich das nicht.

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