Melt! Tag 3: Satisfaction!

Am Sonntag ging’s gemächlich los mit Kings Of Convience, da hätt ich mich gern auf eine Wiese gelegt. Blöderweise war aber keine in der Nähe, sondern nur Betonstufen. Deshalb hab ich beschlossen, stattdessen am Strand zu chillen. Urlaubsgefühl. Hach. Schilfrohr. Bunte Sessel. Mücken und Sonnencreme. Wer war nochmal Erlend Oye?


Get Well Soon haben mich dann wieder aufs Gelände zurückgelockt, und sie haben mehr zu sich gefunden, waren sehr viel besser als im letzten Jahr. Trotzdem frage ich mich, wie Herr Gropper es in diesem schwarzen Anzug ausgehalten hat. Erstickungsgefühle bei mir nur vom Anschauen!

Foto: Katrin Bpunkt

Ganz viele Fotos von unserem Meltausflug gibt es übrigens hier.

Und dann, noch einmal schnell aufs Klo, noch schnell das Equipment wegbringen, noch schnell Wassernachschub, weil dann, dann sind sie da, die zwei Großen: Danger Mouse und James Mercer, mit ihrem wunderbaren Album Broken Bells, das sie wunderbar unprätentios vortragen. Ich stehe in der ersten Reihe, die Box scheppert ein wenig und ansonsten ist alles gut, vom angeblich schlechten Sound merke ich nichts, ich träume. Schön!

Goldfrapp lass ich aus, die olle Zicke, soll sie doch in ihrem Glitzerfummel rumtanzen, auf mich wartet der kühlste, spritzigste und erfrischendeste Gin Tonic, den ich seit Jahren getrunken habe. Herumfläzen auf Quietschbunten Sesseln ist im Moment die bessere Option als Miss Alison.

Und dann, Massive Attack. Eine Überraschung, sie könnens noch, die alten Herren. Meine anfängliche Müdigkeit weicht am Ende der Tanzwut, und es wird eines der Highlights des Melt. Und ich wollt die schon abschreiben! Schande über mein Haupt.

WhoMadeWho! WhoMadeWho! WhoMadeWho! WhoMadeWho!

Leider ist wegen der Verschiebungen keine Zeit mehr, zu den Crookers reinzuschaun, und dann ist es auch schon da, das letzte Konzert des Festivals. Dabei könnten wir doch ewig weitermachen. Aber es ist ein würdiger Abschluss. WhoMadeWho bringen das Zelt zum Ausflippen, Hüpfen – Springen – Shaken – Singen, Euphorie und Wahn, die Gitarren treiben, ein paar neue, voll elektronische Songs dazwischen, die alten kurz angemixt, No Satisfaction, wie einen Happen hingeworfen, volle Befriedigung gibt es heute nicht, das Publikum will mehr – mehr – mehr, die Band ist schon zum dritten Mal wieder da, spielt nur noch „some Free Jazz“, die Melt!-Hymne nochmal, es ist pures Glück, und sie müssen runter, nicht ohne sich wortreich zu bedanken. Und der Dank geht zurück. An diese Band. An die netten Franzosen. An den Mixer des besten Gin Tonics ever. An die Pressebetreuer vom Melt!-Booking und die Festivalorganisatoren und den Wasserkühlschrank. An dieses ganze, schöne, friedliche Festival, wo man unter Menschenmassen ausnahmsweise nicht zum Misanthrop wurde. DANKE!

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