#bchh10 häh?

Foto: Torsten HHFoto: Torsten HH

Barcamp, was ist denn das? Ganz oft wurde ich das gefragt, wenn ich erzählte, was ich am Samstag mache. Ich hab dann was von kostenloser Konferenz, auf der jeder Teilnehmer auch Vortragender sein kann, gefaselt. Schließlich kannte ich Barcamps bisher auch nur vom Lesensagen. Und jetzt habe ich mein erstes hinter mir – und fand es toll. Weil erstmal jeder ernst genommen wird – unabhängig von Background, Alter, Geschlecht und jede Meinung willkommen ist. Weil man ohne hunderte von Euros zu zahlen sehr viel lernen kann. Und natürlich weil man viele intelligente, nette Menschen trifft.

Ein kleiner Sessionüberblick:

Praktisch: Fanpages richtig anlegen

Nicole Simon hat jetzt einen neuen Fan. Mich. Nicht, weil sie so unglaubliche Sachen über das Gestalten von Facebookfanpages erzählt hat, sondern weil sie die Frau mit dem trockensten Humor ist, die mir seit langem untergekommen ist. Grandios. Sollte ich jemals viel Geld und eine Firma haben, will ich, dass Nicole Simon mir meine Fanpage macht. Nur, damit ich mir Gemeinheiten von ihr sagen lassen kann.
Gelernt habe ich die Grundregel: Nie vom eigenen Account aus Fanpages anlegen, sondern dafür einen extra Firmenaccount zulegen – weil man im Moment den Seitengründer zwar ändern kann, aber Facebook gerne ständig alles ändert und man sich nie sicher sein kann, dass das auch so bleibt. Weiters: Erstmal klarwerden, für welche Zielgruppe man die Fanpage machen will und ob jene das, was man da so vorhat zu bringen, überhaupt interessiert. Eigentlich logisch – aber wenn man sich manche Seiten so anschaut … Außerdem meinte sie, es wäre wichtig, in der Beschreibungsbox genau zu erklären, was der Fan wie oft auf Facebook bekommen würde.

Ein Positivbeispiel: t3n
Ein Negativbeispiel: HP Deutschland


Interessant war auch die Einschätzung einer der Teilnehmerinnen bei der Session „Erfolgsmessung von Fanpages“, die meinte, ein erfolgreicher Account müsse Mehrwert zum restlichen Programm (Website, Heft, …) bieten und auch Links nach außen setzen, nicht nur sich selbst thematisieren. Das war spontan auch meine Einschätzung.

Wichtig: Die Session zum JMStV
JMStV steht für Jugendmedienschutzstaatsvertrag. Der wird im Januar gültig und schreibt vor, dass jede Website, jedes Blog kennzeichnen muss, für welches Alter sie geeignet ist. Also ab 12, 14, 16 oder 18. Und dann muss diese Website dafür Sorge tragen, dass niemand, für den sie nicht geeignet ist, zu bestimmten Zeiten auf diese Inhalte zugreifen kann. Man kann auch darauf verzichten, seine Website zu kennzeichen – aber dann wird man durch Jugendfiltersysteme automatisch gefiltert werden, bzw. auch verklagt werden, wenn Jugendliche da etwas Unsittliches zu sehen bekommen. Großer Mist also. Wenn ich das alles richtig verstanden habe. Details gibt es jedenfalls hier: www.ak-zensur.de. In Hamburg ist das Gesetz noch nicht durch – also kann man noch versuchen, sich an die zuständigen Abgeordneten zu wenden und dagegen vorzugehen.

Musikalisch: Vermarktung für Musiker

@snoopsmaus hat ein paar Plattformen im Netz vorgestellt, die hilfreich für junge Bands und Musiker sind, um sich selbst zu vermarkten, aber auch um ihre Musik ohne Label zu vertreiben.

http://www.audiomagnet.com/
Bietet Vertrieb der Songs und Alben sowohl digital auf iTunes, Napster und musicload als auch per CD sowie eine Bandpage mit Playerwidget. Ist aber recht teuer und besteht auf eine lange Bindung der Künstler.
http://www.believedigital.com/
Bietet Digitalvertrieb in alle relevanten Anbieterplattformen (iTunes, musicload, etc.), eigenen Bereich mit Bandprofil, Salesmonitoring, Newslettertool, …

Nerdig: Koffeinsucht
Ein super Nerdthema ist natürlich die Koffeinsucht. Nicht umsonst findet Club Mate in diesen Kreisen solchen Anklang. Die Session von @moeffju habe ich live leider verpasst, aber sie ist auch in Slideform noch interessant.

Witzig: Meme Galore
Und am Schluss gab es dann noch was Lustiges. Da grad am Vorabend des Barcampsamstages die #einwortdanebentiere im Netz auftauchten, machten @jormason und @schmutte spontan eine Session namens Meme Galore, in der sie einige alte und aktuelle Memes vorstellten und sich außerdem auf die (mäßig erfolgreiche) Suche für das Meme 2011 machten.
Update: Es heißt natürlich #einbuchstabendanebentiere, und ich bin dem Witz in der Präsentation von @jormason aufgesessen. Niemals Multitasking nach Mitternacht! Da schaltet das Gehirn auf Sparflamme🙂

Und wer sich jetzt fragt, was ein Meme ist, kann das entweder hier kompliziert nachlesen oder einfach die Videos der Session auf meinem Vimeoaccount schaun (die WordPress leider nicht einbinden lässt). Oder sich durch die Präsentation der beiden klicken. Das ist lustiger, und verstanden hat man’s nachher auch. Danke auch an @rabbit_runz fürs zeitweise Filmen.


Grad scheint der Memevirus so richtig ausgebrochen zu sein, denn heute gab’s schon wieder einige neue, darunter dieses doch recht spannende:
Axel E. Fischer fordert ….

In diesem Sinne: Immer schön weiter memen. Bis zum nächsten Barcamp.

7 Antworten zu “#bchh10 häh?

  1. Pingback: #bchh10 liveblogpost | beginnersmind·

  2. Pingback: Tweets that mention #bchh10 häh? | Kommander Kaufmann -- Topsy.com·

  3. Pingback: Barcamp Hamburg: Wellness, Health & Inspiration und ein bisschen Drupal | Drupal in Hamburg - Beratung, Service, Webdesign, Hosting | Blog·

  4. Hey, Danke für’s Erwähnen meiner Session. Das ist super. Ich danke Dir! *rotwerd*
    Versuche jetzt noch eine Linkliste zusammenzustellen, findet man dann auch auf barcamp-hamburg.de

  5. Pingback: I’ve been Barcamped | Carolin Neumann - Journalistin·

  6. Pingback: Barcamp Hamburg 5 (2010) – Die Abrechnung | Kassenzone·

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s