Auf dem Pfad der Dämmerung

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Wir können uns überall treffen, in guten wie in schlechten Häusern, von Regen umrieselt oder schweißgetrieben. Es ist diese eine Geschichte, die ohne Enttäuschung auskommt. Wir sind nicht mehr so verliebt wie damals auf dem Hügel, aber die drei Sonnen scheinen immer noch, sie kommen mir vor wie aus drei unterschiedlichen Leben, so sehr haben wir uns verändert. Von Kleinstadthäusern mit Teppichboden sind wir in die große Stadt mit ihren Luftschlössern gezogen, und kurze Zeit war sie da, die Bewegung, aber es geht auch ohne, sogar besser. Manchmal vermissen wir es, das Schulterklopfen, aber die Musik ist wie ein Trostpflaster, sie weist den Weg, ins Erwachsenwerden. Wir verlieren weniger Zeit, sind nicht mehr so verloren und verzweifelt, wir wissen was wir wollen, und was nicht. Nein, danke!

Aber wir lassen sie nicht siegen, die Vernunft, keine Sorge. Lassen uns nicht länger einlullen, bäumen uns auf, sagen das Burnout ab und den Bausparvertrag. Und in der Erkenntnis, dass es alles nicht so werden wird, wie wir es uns damals vorgestellt haben, auf diesem Hügel, kapitulieren wir, aber nur vor diesen überzogenen Bildern, und dann stehen wir auf und gehen weiter. Im Zweifel lebt es sich auch ganz gut. Wir gehen einfach weiter auf diesem dämmrigen Pfad, denn wer weiß schon, wie wir wirklich leben wollen? Hauptsache, wir sehen uns ab und an wieder und schauen uns gegenseitig im Spiegel an und sehen immer noch die, die wir damals waren, nur ein bisschen nüchterner.

2 Antworten zu “Auf dem Pfad der Dämmerung

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