Wellen

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Das Meer ist der Ort, wo ich sein möchte, wenn es mir nicht gut geht. Wenn die Richtung unklar ist. Vielleicht ist das so, weil die Traurigkeit wie in Wellen kommt. Sie rollt heran, türmt sich auf, bricht sich an mir. Wie das Wasser überschlagen sich die Gefühle, man taucht ein, alles löst sich auf und dann kommt man wieder an die Oberfläche, holt tief Luft, sammelt sich kurz, bis die nächste Welle heranrollt und einen mit ihrem Schmerz unter sich begräbt. Aber die Abstände werden größer, der Wellengang ruhiger, und zwischendurch rückt der Strand ins Blickfeld, der Ort, wo man hinwill, wo die Wellen einen schlussendlich hintragen werden. Dort wartet Neues. Aufregendes. Wärmendes. Noch verliere ich die Orientierung bei jedem Untertauchen, werde zurückgeworfen, aber bald, bald werde ich darauf zuschwimmen. Und ankommen.

 

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