Randnotizen

Das eigene Leben von der Seite kommentiert und mit Notizen versehen.

fsa13Nach dem verlorenem Netz
Die ersten Risse tauchten vielleicht schon auf, als Aaron Swartz sich das Leben nahm. Jemand, der sich so stark für die Utopie des Netzes eingesetzt hatte, hatte einfach aufgegeben. Dann kamen die Meldungen von Prism, Tempora und der deutschen Verwicklung in die Nummer und irgendwo auf dem Weg habe ich meine Liebe zum Internet verloren. Zumindest ist sie nicht mehr so aufrichtig, denn vorher legte ich das Netz und seine Möglichkeiten jedem gern ans Herzen, aber kann man das heute noch tun, jemanden in die Augen schauen und sagen: „Komm, teil dich mit, teile etwas und du bekommst zurück, öffne dich den Möglichkeiten, da ist soviel Gutes, verliere die Angst“. Kann man das noch guten Gewissens sagen? Da ist ja auch noch der Mob, der trollend aus den dunklen Ecken kriecht sobald eine Frau (oder sonst jemand, der Kluges zu sagen hat) ihre Stimme erhebt, da werden fiktive Personen benutzt um andere zu diffamieren, und wir können uns nicht mal auf ein gemeinsames Bild einer Freiheit einigen. Trotzdem war es gut am Samstag bei der „Freiheit statt Angst“-Demo auf die Straße zu gehen. Demokratie tut halt auch weh, weil man in den Reihen steht mit Menschen, mit denen man nicht vollends mitgehen kann, aber sie muss weh tun, nur so kann sie funktionieren, in der Vielstimmigkeit der Meinungen und Menschen. Aber es gab zumindest das Gefühl, ETWAS getan zu haben, zumindest hörbar verkündet zu haben, nein, so nicht, ihr könnt unsere Rechte nicht einfach mit Füßen treten. Ich bin noch nicht bereit, den Glauben ans Netz aufzugeben.

vizthinkVizthinking
Schön war das am Mittwoch Abend in der Good School beim ersten Vizthink-Meetup. Es ist eines meiner Ziele für das nächste Jahr, da richtig gut zu werden im visualisieren von komplexen Zusammenhängen. Die regelmäßigen Treffen helfen mir sicher dabei, dran zu bleiben und nebenbei trifft man sehr nette Menschen mit wunderbaren eigenen Visualisierungen, von denen man sich inspirieren lassen kann.

Fachbuchhäppchen. Eine App-Empfehlung
Am Samstag habe ich ein wenig Startupluft geschnuppert bei der „Langen Nacht der Startups“ in Berlin. Es war ganz nett, sich mit ein paar der Gründer über ihre Geschäftsideen zu unterhalten, aber auch die Abgehobenheit der Szene war zu spüren. Eines der Startups vor Ort hat mir besonders gut gefallen, und zwar Blinkist: Ausgewählte Autoren arbeiten die Kernthesen aus Fachbüchern heraus und erstellen sogenannte Blinks, also sehr kurze Zusammenfassungen, die per In-App-Purchase erworben werden können.

Zuhause
Es lässt mich nicht los, das Zuhause. In letzter Zeit merken Leute viel schneller, dass ich aus Österreich bin. Mein Akzent ist stärker geworden, und das ist seltsam, nach 6 Jahren in Deutschland. Aber dann ist es auch wieder verständlich. Dinge ändern sich und ich telefoniere gerade sehr viel mit meiner Mutter. Irgendwie beruhigt mich der Gedanke, dass die Dinge so wandelbar sind.

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